Einmalige 'Sondervorstellung' zum Frankentag am 6. Juli 2012 um 20:00
~ ~ ~ ~ ~ Die Hexe von Schwabach ~ ~ ~ ~ ~ ~
Ein historische Drama von Hans Kipfstuhl
Tauchen Sie ein in eine dunkle, längst vergessene Zeit und lernen Sie ein zugleich interessantes und schreckliches Kapital der Schwabacher Geschichte kennen.
Auf einem Streifzug durch die Schwabacher Altstadt erleben Sie Episoden aus dem Leben der Schäferstochter Barbara Schwab, die der Hexerei und Teufelsbuhlschaft abgeklagt - zum Tode durch
das Feuer verurteilt wurde.
Wer trägt die Schuld?
Die Kirche? Der Teufel? Gott? Die Bürger?
Begleiten Sie Barbara Schwab auf ihrer Reise durch die Zeit des Mittelalters und lassen Sie sich von der Schwabacher Geschichte beeindrucken.
„Drum prüfe gut, wer du nun bist,
bevor du die Entscheidung triffst.“
Das Stück besteht aus Szenen vom Leben und Sterben der Barbara Schwab, die vor 1505 in Schwabach verbrannt wurde. Schwabach
gebührt der zweifelhafte Ruhm, die erste Hexe im Markgrafentum Brandenburg-Ansbach wegen »Trutterey» am 24. September 1505 verbrannt zu haben. Zu dieser Zeit grassierte in Franken die Pest, die auch
vor Schwabach nicht halt machte. In Schwabach starben zwei Bürgermeister, ein Dutzend Ratsherrn etliche »einfache» Bürger. Man suchte nach Schuldigen, die man für die Seuche verantwortlich machen
konnte.
Der damalige Kaplan J. Pürkel besaß ein Buch, eines der perfidesten Schriftwerke der Weltgeschichte, das als »Hexenhammer» berühmt geworden und aus krankhaft entsprungenem Hexenwahn
verbreitet und verfolgt wurde. Dieser Kaplan Pürkel propagierte in der Kirche den Hexenglauben, doch die Taglöhnerfrau Barbara Schwab lachte darüber laut. Dies war der Anlass dafür, dass man sie in
den Kerker werfen ließ. Aus Angst vor Folter gesteht Barbara Schwab schließlich die haarsträubensten Beschuldigungen des Richters Martin Ützlein und der Fragemänner.
Da Schwabach keinen Scharfrichter hatte, wurde Henker Hans Rosenzweig aus Nürnberg angefordert, um den Scheiterhaufen zu errichten und Barbara Schwab darauf festzubinden, um sie dann zu
verbrennen. Es handelte sich um die wohl erste und wahrscheinlich auch einzige Hexenverbrennung in Schwabacher im Jahre 1505.
Hans Kipfstuhl Theater