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Stephan Menzel-Gehrke, Regisseur des Hans-Kipfstuhl-Stücks, brilliert auch als Diva

SCHWABACH
„Neben der ‚Hexe von Schwabach‘ etwas für das Kulturleben in Schwabach anbieten“ – dieses Vorhaben ist Ingeborg Kipfstuhl, der Gründerin des Hans-Kipfstuhl- Theaters, gut gelungen.
Das Publikum zeigt sich von Stephan Menzel-Gehrkes „Nimm dich in Acht vor blonden Frau’n“ begeistert.
Zwei Stunden lang bot der Künstler Chansons aus den 1920er bis 1960ern Jahren dar, die er den großen Diven Marlene Dietrich, Zarah Leander und Hildegard Knef widmete. Für die Begleitung am Klavier sorgte Isabel Sophie Hufenbach. Unvermittelt begann Menzel-Gehrke im blauen, bodenlangem Kleid und blonder Perücke als Marlene Dietrich mit dem ersten Chanson „Nimm dich in Acht vor blonden Frau’n“. Auch in den folgenden Rollen begeisterte er als Diva, die sich mit der Männerwelt scheinbar bestens auskennt und weiß, was sie will. Ob im roten Paillettenkleid, roten Pumps und roter Federboa oder im glitzernden, schwarzen, engen Kleid – mit eindrucksvoller Mimik und Gestik sowie wunderbarem Gesang nahm „sie“ das Publikum mit in die Welt der berühmten Frauen.
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„Die Diva“ erheiterte das Publikum, indem sie zwischen den Chansons Anekdoten erzählte und auch während des Singens einzelne Personen in die Darbietung einband. Zu den
vorgetragen Chansons aus den 1920er bis 1960er Jahren gehörten „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Diamonds are a girls best friend“ und „Nur nicht aus Liebe weinen“.
Erst gegen Ende wurde der Zuschauer plötzlich in die Realität zurückversetzt. „Die Diva“ zeigte ihr wahres Ich und wurde zu einem einsamen, in die Jahre gekommenen Mann.
Stephan Menzel-Gehrke war bereits Regisseur und Schauspieler bei der „Hexe von Schwabach“. Daher kannte ihn auch Ingeborg Kipfstuhl. Dieses Gastspiel in Schwabach soll nicht sein letztes
sein, denn Ingeborg Kipfstuhl war von dem Auftritt restlos begeistert: „Auch ‚das Nachtgespenst‘ soll nach Schwabach kommen.“
Schwabacher Tagblatt / Anja Nerreter 12-10-2011
Hans Kipfstuhl Theater